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17.04/17:35 |
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| DE0005565204 |
556520 |
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Dürr-Aktie: finale Zahlen für Q1/2012 - Bekräftigung, keine Überraschung 11.05.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, bewertet die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) unverändert mit "kaufen".
Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Q1/2012 Ergebnisse am 25. April habe Dürr jetzt die vollständigen Zahlen bekannt gegeben und eine Telefonkonferenz abgehalten. Die wichtigsten Kernpunkte seien:
Im Zuge einer starken Zahl von Auftragseingängen für Q1 (+22%, Book-to-Bill-Verhältnis von 1,2x) stehe der Auftragsbestand inzwischen bei Euro 2,25 Mrd. Dies übersteige den Konzernumsatz und sichere insofern die Kapazitätsauslastung bis Mitte 2013. Um den Bedarf zu decken, habe das Management Schritte unternommen, die die Produktionskapazität erhöhen sollten. Diese Maßnahmen würden sich hauptsächlich auf China und in etwas kleinerem Ausmaß auf Brasilien, Mexiko und Deutschland (Unternehmenssitz) beziehen.
Die schwache Bruttomarge könne der starken Performance im Projektgeschäft zugeschrieben werden. Anstatt der erwarteten Bruttomargenverbesserung durch besseres Pricing habe sie bei 16,4% und damit 90 Bp unter dem vorherigen Jahr gelegen. Der Grund hierfür sei die anhaltend gute Performance des relativ margenschwachen Projekt-Ausrüstungsgeschäfts (Umsatz +68%). Im Gegensatz hierzu sei der margenstarke Serviceumsatz "nur" um 25% im ersten Quartal gewachsen. Vor dem Hintergrund der guten Kostenüberwachung und der operativen Leverage-Effekte habe sich die EBIT-Marge dennoch auf 5,3% verdoppelt.
Ein positiver FCF von rund Euro 50 Mio. werde für 2012 avisiert. Das Net-Cash habe in Q1 bei Euro 25 Mio. gestanden. Die Analysten würden annehmen, dass das Management die Mittel außer für kleinere Übernahmen auch zum Abbau zukünftiger finanzieller Verpflichtungen nutzen werde, wie es bereits in den vorherigen Quartalen der Fall gewesen sei (z.B. die Übernahme des Dürr-Campus' in der Bilanz; Ausplatzieren von Pensionsrückstellungen).
Ein Guidance-Upgrade sei nur eine Frage der Zeit. Die Gesamtjahresziele (Auftragseingang und Umsatz mehr als Euro 2 Mrd.; 5,5% bis 6% EBIT-Marge) seien bestätigt worden. Diese Ziele würden nunmehr konservativ aussehen, besonders wenn man die Aussage des Managements, dass bis jetzt noch keine Anzeichen einer Geschäftsverlangsamung zu sehen seien, berücksichtige (KUKA (ISIN DE0006204407 / WKN 620440) habe sich vor kurzem sehr ähnlich geäußert). Eine Anhebung der Guidance werde vermutlich im Zuge der H1 Veröffentlichung bekannt gegeben.
Die Analysten hätten ihre Prognose für das laufende und nächste Geschäftsjahr leicht erhöht. Ihre geänderten Schätzungen würden ein um Euro 0,10 (Euro 0,13) höheres EPS in 2012 (2013) ergeben. Dennoch seien die Analystenprognosen unter dem Konsens. Die Analysten würden bei ihrer Annahme bleiben, dass das derzeitige Niveau des Auftragseingangs nicht beibehalten werden könne. Die Auftragseingänge der letzten vier Quartale würden annualisiert Euro2,8 Mrd. ergeben. Das Unternehmen profitiere derzeit von Aufholeffekten, die aus der niedrigen Investitionsaktivität von Automobilherstellern nach der Lehman-Krise stammen würden.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass die normale Run-Rate für eingehende Aufträge eher bei rund Euro 2,2 Mrd. liege (was sich auch mit der derzeitigen maximalen Kapazität des Unternehmens decken sollte). Die Analystenprognose berücksichtige einen schwächeren Auftragstrend in H2/2012 (Euro 963 Mio. -35% ggü. VJ), gefolgt von einem leichten Rückgang (-6%) in 2013. In absoluten Zahlen bleibe das von den Analysten erwartete Auftragsvolumen auf einem hohen Niveau (Euro 2,34 Mrd. und Euro 2,20 Mrd. für 2012 bzw. 2013).
Der Rückgang der Dürr-Aktie im Zuge der jüngsten Kapitalmarktturbulenzen biete nun ein interessantes Einstiegsniveau. Dürr werde jetzt bei einem 2012e P/E von 9,8x, unterhalb des Medians der Vergleichsgruppe von Warburg Research Automobilzulieferer (10,8x), gehandelt, obwohl die Aktie aufgrund seiner einzigartigen strategischen und regionalen Positionierung einen Bewertungsaufschlag verdiene. Der DCF (mehr als Euro 52) und der FCFY (mehr als Euro 60) würden auch Kurspotenzial andeuten.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Dürr-Aktie. Das Kursziel werde unverändert bei Euro 52,50 gesehen. (Analyse vom 10.05.2012) (11.05.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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